
Die Wahrheit über industrielle UV-Lampen – und warum die meisten versagen
Es hat 15 Jahre gedauert, bis wir aufhörten, einfach nur unser Logo auf die Geräte anderer Hersteller zu kleben, und stattdessen an unseren eigenen UV-Lampen für die Desinfektion arbeiteten.
Das ist das, was wir gelernt haben: Die meisten Menschen, die solche Lampen kaufen, suchen nicht nach einer „perfekten Lösung“. Sie brauchen einfach ein Bauteil, das eine bestimmte Leistung liefern kann und nicht bereits nach drei Monaten kaputtgeht. Einfach, oder? Doch in der Praxis ist das selten so einfach.
Die richtige Leistung sicherstellen
Um wirklich Keime abzutöten, ist eine Wellenlänge von 253,7 Nanometern notwendig. Mit gewöhnlichem Glas ist das nicht möglich – dieses blockiert schließlich das UVC-Licht. Wir verwenden daher hochreines synthetisches Quarzglas, das das Licht durchlassen lässt.
Aber das Glas allein reicht nicht aus. Wir achten sehr genau auf die Leistung und Spannung, um das nervige Flackern der Lampe zu vermeiden. Wenn die Spannung um mehr als 5 Prozent schwankt, sinkt die Intensität des UVC-Lichts – und die Lebensdauer der Lampe verkürzt sich. So einfach ist das.
Warum die Lampen eigentlich kaputtgehen
Meistens sind es die Elektroden, an denen Probleme auftreten. Wenn man die dunklen „Ringe“ am Ende der Lampe sieht, handelt es sich dabei um Metallablagerungen, die sich im Quarz ansammeln und das Licht blockieren.
Wir verwenden dazu thoriiertes Wolfram, damit die Lampe länger klar bleibt – man muss sie also nicht schon austauschen, sobald die Leistung um 20 Prozent sinkt.
Außerdem muss die Dichtigkeit der Lampe perfekt sein. Egal ob es sich um G13-Buchsen oder andere Befestigungssysteme handelt – es darf keine Mikrolücken geben. Schon ein winziger Durchlass lässt Sauerstoff eindringen, was wiederum den Quecksilberdampf zerstört und die Lampe unbrauchbar macht.
Die Lampen in Betrieb nehmen
Diese Lampen sind dafür konzipiert, in großen Mengen eingesetzt zu werden – doch es gibt ein Problem: die Hitze.
UVC-Licht ist zwar das Ziel, aber die Lampen werden trotzdem heiß. Wenn man sie in ein Gehäuse ohne ausreichende Belüftung setzt, heizt sich das Quarzglas auf. Dadurch verschiebt sich der Emissionsschwerpunkt von 253,7 Nanometern weg. Plötzlich hat die Lampe keine Desinfektionskraft mehr.
Bevor Sie das Gehäuse bauen, überprüfen Sie unbedingt, ob es die gesamte Leistung der Lampen aufnehmen kann. Geben Sie den Lampen genügend Platz zum Atmen – dann werden sie ihre Aufgabe erfüllen.