
Hören Sie auf, mit Ihren UV-Lampen zu raten.
Die meisten UV-Lampen sind im Grunde genommen nutzlos. Man schaltet sie ein, hofft, dass sie ausreichend Energie abgeben, um die Keime zu töten – und bleibt dabei im Dunkeln, bis die Lampe endlich kaputtgeht oder ein Alarm losgeht.
Das ist eine stressige Art, eine Produktionslinie zu betreiben. Doch wir kommen langsam daran vorbei. Die neue Methode besteht darin, die Energieverbrauch per Fernsteuerung zu überwachen – im Grunde also dem System ein „Gehirn“ zu geben, das genau zeigt, wie es sich in Echtzeit verhält.
Wie das funktioniert
Hochleistungs-Desinfektionslampen arbeiten nicht konstant mit derselben Leistung. Wenn sich die Elektroden abnutzen und sich der Gasinhalt ändert, ändert sich auch der Stromverbrauch.
Durch den Einsatz von IoT-Controllern direkt im Balast können wir den Stromverbrauch überwachen. Wenn der Verbrauch unter einen bestimmten Wert fällt, ist das ein Warnsignal dafür, dass die Lampe bald versagen wird. Anstatt erst später festzustellen, dass die Desinfektion nicht mehr funktioniert, erhalten Sie eine Benachrichtigung auf Ihrem Handy oder Computer.
Die Vor- und Nachteile
Es handelt sich dabei nicht um eine einfache „Plug-and-Play“-Lösung. Die Installation solcher Überwachungssysteme erfordert etwas mehr Platz für die Stromversorgung.
Man kann einfach keinen Sensor auf einen alten Balast kleben und dann davon ausgehen, dass alles funktioniert. Es braucht einen neu entworfenen Treiber, der über Modbus oder MQTT mit dem Netzwerk kommunizieren kann. Dadurch wird die Anschlussarbeit etwas komplizierter – außerdem benötigt man ein stabiles Netzwerk in der gesamten Anlage. Wenn das WLAN oder Ethernet unzuverlässig ist, funktioniert das System nicht.
Was das für das Team bedeutet
Für die Ingenieure bedeutet das eine große Erleichterung. Sie müssen keine Lampen mehr nur deshalb austauschen, weil heute Dienstag ist. Auf diese Weise wird etwa 20 Prozent der Lebensdauer der Lampen unnötig verschwendet.
Jetzt werden die Lampen nur noch dann ausgetauscht, wenn ihre Leistung nachlässt. Dadurch entstehen keine „Dunkelflecken“ in der Produktionslinie. Das Wartungsteam muss nicht mehr raten, sondern kann die Arbeiten nach dem tatsächlichen Zustand der Quarzlampen planen. Es ist einfach… leichter.