
Bei der Aushärtung von Klebstoffen spielen Sekunden – nicht Minuten – eine entscheidende Rolle. Jeder Aussetzer – zu langsame Geschwindigkeit, zu schwache Verbindung oder ungleichmäßige Aushärtung – führt zu Stillstand und Ausschuss. Wir haben die nächste Generation von UV-Lampen entwickelt, um diese Unsicherheiten zu beseitigen. Dabei wird eine ferngesteuerte Energiemessung mit einem speziellen Spektrumprofil kombiniert, das eine sofortige Aktivierung sowie eine vollständige Vernetzung des Klebstoffs ermöglicht.
Was wirklich wichtig ist Wir verwenden eine Hochdruck-Quecksilberdampflampe hinter einem dichroitisch beschichteten Reflektor. Dadurch bleibt die Spektralstrahlung konstant bei 365 nm und 395 nm – genau dort, wo die Photoinitiatoren in strukturellen und druckempfindlichen Klebstoffen am aktivsten sind. Die maximale Strahlungsintensität beträgt 12 W/cm²; in weniger als 1,2 Sekunden kann man 200 mJ/cm² erreichen. Das bedeutet eine echte In-Line-Aushärtung, ohne dass der Untergrund geschädigt wird.
Die Länge des Strahls kann zwischen 20 und 80 mm eingestellt werden, sodass die Intensität über die gesamte Verbindungsfläche gleichmäßig ist. Die ferngesteuerte Energiemessung überwacht in Echtzeit die Leistung der Lampe, die Temperatur sowie die gesamte abgegebene Energiemenge. Dadurch kann man die Werte des Spektralradiometers mit den tatsächlichen Aktivitäten der Lampe in Verbindung bringen.
Warum das System funktioniert In 24/7-Baugruppen sorgt diese Lampe dafür, dass die Aushärtung des Klebstoffs im gleichen Tempo wie die Produktionsgeschwindigkeit stattfindet. Die Oberfläche wird vollständig ausgehärtet – auch in durchsichtigen oder gefüllten Klebstoffen. Der Energieverbrauch sinkt, da die Lampe in kurzer Zeit arbeitet und zwischen den Zyklen abgeschaltet wird. Dadurch entstehen wiederholbare Verbindungsqualitäten, weniger Ausschuss – und man kann den Austausch der Lampen zuverlässig planen, da die Überwachungsdaten den Verschleiß anzeigen.
Details, die wirklich wichtig sind Bei der Installation muss das Profil des Reflektors sowie die Brennweite auf die jeweilige Verbindungsfläche abgestimmt werden. Eine Verschiebung von nur 2 mm kann bereits zu einer Reduzierung der Energiemenge um etwa 10 % führen.
Die Lampe funktioniert mit 230 V und einem standardmäßigen 3-Pin-Anschluss. Zudem benötigt sie einen gezielten Luftstrom über den Quarzmantel, damit die Temperatur unter 85°C bleibt.
Für die Fernüberwachung werden RS-485 oder Ethernet/IP verwendet. Überprüfen Sie vor der Nutzung unbedingt das Protokoll Ihres Controllers.
Wenn Sie dicke Klebstoffschichten aushärten möchten, verwenden Sie den 395-nm-Kanal und führen anschließend eine zusätzliche Nachbehandlung durch, um sicherzustellen, dass die Vernetzung vollständig erfolgt.